Elsewhere&Here – a poetic life

Poetry … in food … traveling … storytelling

DEHN your Body – The Supergirls ….

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Dachau/The Supergirl-Studio

Ich stehe vor dem Übungssaal und ein kleiner Schauer läuft mir über den Rücken. Vor meinem geistigen Auge bin ich wieder 8 und stehe vor dieser Stangenwand in der Schulturnhalle, lege den Kopf in den Nacken, um zu entdecken, wo dieses riesenlange Ding endet.

Im Himmel? Da soll ich hoch? Echt? Wie ein Frosch hänge ich beim ersten – und so bei jedem weiteren – Mal an einer dieser Stangen, krampfe meine Hände darum und rutsche die wenigen Zentimeter, die ich es für einen kurzen Moment vom Boden weg geschafft hatte, wieder zurück.

Pole-Dance ist in aller Munde. Und ich steh hier vor diesem Raum, in dem 10 Metallstangen von der Decke bis zum Boden ragen – quer darüber verteilt. Die Mädels hier (ziemlich !Aller! Altersstufen) beherrschen unter Anleitung der Trainerin die im Raum verteilten Stangen und ihre eigene Körperspannung absolut.

IMG_5949Und ich bin ein bisschen froh, dass ich heute nicht mit einer dieser Stangen konfrontiert sein werde. Ich bin hier zum “Dehn-Workshop (Stretch- und Contorsions-Workshop)”. 120 Minuten in Gesellschaft dieser Mädels, die sich freihändig an diesen Stangen festhalten können.

Was hab ich mir dabei nur gedacht?

hmmm …. Tatsächlich ist dies meine heutige Lieblingsfrage, seit mein Wecker, d.h. vielmehr: mein Handy geklingelt hat. Uuuuhhh. Samstag. Ostersamstag. Und natürlich bin ich zu spät ins Bett. Natürlich obwohl ich es besser weiß. Aber ganz ehrlich: eigentlich war es mir egal gewesen. Nur jetzt, nur in diesem Moment – hier in diesem Studio – ist es mir nicht egal. Gar nicht egal. Meinem schlechten Gewissen ist es auch nicht egal, dass ich das letzte Mal im November Joggen war, und mich beim ersten Versuch nach so langem Aufschieben zwei Wochen zuvor gefragt habe, wie da jemals Luft in meine Lungen kommen soll (o.k. – kann ich jetzt bitte Mitleid haben!!!! Büüüütttte!). Und nein! Ich konnte nicht einfach so absagen.

Warum?
1. weil mein Körper in letzter Zeit viiiiieeel zu wenig Bewegung abkriegt und schon anfängt zu motzen (kennt ihr das? Rücken, und so…), und
2. weil ich gesagt hab, ich schau mir das an, und
3. und WICHTIGSTENS, weil ich´s einer lieben Freundin versprochen hab.

Also los, Umziehen! T-Shirt, Leggins, Socken (ich habe nachgefragt, was man anziehen soll 😉 ) – so betrete ich den Saal, der mittlerweile mit Yoga-Matten und knapp 20 fast völlig Unbekannten vollgepflastert ist. Für die Trainerin ist der Platz in der Mitte reserviert. Bevor´s losgeht, gibt´s erstmal ein paar Regeln – eine davon: niemand ist lauter als die Trainerin. Janine stellt vor, was sie sich für die Stunden mit uns vorgenommen hat. Sieht man sie zum ersten Mal, fällt es leicht, sich vorzustellen, dass sie ursprünglich bzw. auch Balletttrainerin ist. Sieht man sie einhändig Klimmzüge machen, drängt sich jemandem wie mir einmal mehr meine Lieblings-Tagesfrage auf. Mein Magen flattert, mein Herz grummelt – oder umgekehrt.

IMG_5950Und dann geht es los: Aufwärmen. Das gilt sowohl für den Körper, die Muskeln, als auch für die Teilnehmer. Janine zeigt die Übungen für den ganzen Körper. Sie erklärt warum welche Bewegungen und Abläufe sinnvoll sind, sie erklärt was passiert bei falscher Ausführung, und sie erklärt nachvollziehbar, deutlich und stets mit Augenzwinkern und ihrem entspannten Humor. Über all dem steht für Janine: Respekt gegenüber dem Körper, diesen zu hören, umsichtig und klug damit umzugehen, und Respekt gegenüber ihren Schülern. Sie hat ihre Teilnehmer im Blick und korrigiert Haltungen, die negativ wirken können. Jeder ist eingeladen soweit mitzumachen, wie jedem einzelnen selbst dies gut tut. Wo es keine Einladung braucht und jeder dabei ist: zum Lachen und Scherzen – auch über sich selbst. Als Neuling fällt es leicht, sich hier wohl zu fühlen – sogar einem Bewegungslegastheniker wie mir (ich darf schonmal vorwegnehmen, dass es am Ende der Stunde keine Verletzten gab – weder mich, noch durch mich 😉 ).

120 Minuten.

Natürlich ist es anstrengend, natürlich muss man da Muskeln und Körperteile bewegen, die – in meinem Fall – ein wenig eingerostet sind. Ab und an motzen diese Muskeln auch, weil ich mit meinem Bürojob einfach zu wenig das tue, wofür wir Menschen gemacht sind. Natürlich sehe ich Janine an, und ein paar der anderen Mädels,; dann seh ich mich und entdecke, dass meine Fingerspitzen die Fußspitzen nicht – und schon gar nicht so leicht erreichen, dass sich vermutlich ein Besenstil in meinem Rücken(!) befindet, und dass ich auch bei manchen der anderen Übungen noch Potential nach oben habe. Aber eines weiß ich danach: Diese 2 Stunden sind ein guter Anfang. An deren Ende fühle ich mich gut in meinem Körper. Ich spüre, was ich vernachlässigt habe und gleichzeitig, wie sehr sich diese Partien freuen, Aufmerksamkeit zu kriegen. Ich glaube auch zu ahnen, wie ein Muskelkater um die Ecke schleicht. Allerdings: selbiger hat am nächsten Tag nur ganz kurz und mehr in Kätzchengröße vorbeigeguckt, eher ein sanftes Maunzen. Mir ist klar, wie sehr sich mein Körper, meine Muskeln, meine Knochen, mein Rücken freuen würden, mindestens 1x die Woche gedehnt zu werden. Nur: mein innere Schweinehund ist vieeeelll schlimmer und größer als der Muskelkater. (Und bellen kann der, sowas von laut…)

IMG_5942Was da hilft: Ich komme wieder zum nächsten Workshop. Ich will mir was Gutes tun. Ich will noch lange Alles machen können, was ich will. Das geht dann, wenn ich fit bin, und ich will fit bleiben ohne Extremsportler zu werden. Und vielleicht gelingt es mit Janines Hilfe, Hund und Kater auch während der Pausen zwischen den Workshops zu vertreiben. Wer weiß, vielleicht nehme ich es dann doch noch eines Tages mit der Stange auf ;).

Hier fühle ich mich jedenfalls gut aufgehoben und betreut, klasse Trainerin (auch Tanzmedizinerin) und super nette “Mitleidende” (andere Teilnehmerinnen). Feine Sache!
In Sachen Pole-Dance: Nach der Unterhaltung mit den Teilnehmerinnen sind diese Stunden/Kurse auch absolut empfehlenswert.

IMG_5940Workshops, wie z.B. den „Dehn-Workshop“, außerhalb der „normalen“ Kurse findet Ihr hier: Workshops im Supergirl-Studio (normale Kurse auf der Website – siehe unten)

Und als ich nach den Stunden aus dem Studio komme, freue ich mich noch mehr. Der Regen hat fast aufgehört, und meine Kapuze hängt mir soweit ins Gesicht, dass ich vom regnerischen Rest nur die Hälfte sehe; zu spüren ist ein wenig mehr davon, aber der Weg zurück zum Bahnhof – gottseidank – nicht weit (und ehrlichgesagt: ganz hübsch – über Brücken, vor der Kulisse des Schlosses, erblühenden Bäumen).

Location            The Supergirl-Studio
Wo                     Brunngartenstr. 5, 85221 Dachau (S2 Richtung Altomünster, Ausstieg/Halt Dachau Bahnhof, 10 Minuten Fußweg)
Öffnungszeiten je nach Kurszeiten/zu vereinbaren

Preis: € für 2 Stunden Stretch- und Contorsions-Workshop sehr fair!

Bonus: sehr gut aus- und fortgebildete Trainerin(nen), tolles zwischenmenschliches Klima zum Trainieren, schönes, gepflegtes Studio.
Kontakt
fon +49 157 8 0659 167
Internet The Supergirl Studio – Pole Dance- Website
The Supergirl Studio-Facebook

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Here you are 🙂

around Munich, Dachau, The Supergirl Studio

I´m confronted with exercise room and a small shiver runs down my spine. In my mind I’m back to my childhood days, when I was 8 and stood in front of this rod wall in the schools gym. I put the head back to discover where this huge long thing ends. In Heavens? Do we have to climb up there? Really? Like a frog I hanged at this pole at the first – and then for each further – cramping my hands around it and slide this few inches back that I had conquered a few moments earlier.

Pole Dance is talked. And here I stand in front of this room where 10 metal rods protrude from the ceiling to the floor –  distributed across it. Approximately 10 girls of all ages master here their own body tension and the bars in perfection under the guidance of the trainer.

And I’m kind of glad that today I will not be confronted with one of these poles. I’m here to “Stretch- and Contortions-Workshop”. 120 minutes in company of these girls who can hold onto these poles freehanded.

What in 7 hells did I think I was doing?

IMG_5948hmmm …. Actually, this is my current favorite question, since my alarm clock rang. Uuuuhhh. Saturday. Easter Saturday. And of course, I´ve been late in bed, been out with a friend of mine the night before. Of course, even I should have known it better. But to be honest: actually it was no matter to me. Only now, just at this moment – here in this studio – it does matter to me. It really matters to me. My bad conscience reminds me of my last jogging course – it was in November. I tried again two weeks before and still I´m wondering how ever air came back into my lungs. And no! I could not just have cancelled this lessons today.

Why?
1. I ignored my body – lately there were to less too little exercises and thatfor my body is already beginning to grumble (you know that? Back, bones and so on …), and
2. because I said, I´ll try it, and
3rd and most important: because’ve promised to a dear friend.

So … lets go ahead, changing clothes! T-shirt, leggings, socks (I have asked, what to wear;)) – this is how I enter. Now the room is paved with yoga mats and I am here with almost 20  girls I never saw before. For the coach the space in the middle is reserved. Before it starts, some rules – one of them: no one is louder than the trainer. Janine introduces what she has planed for us in this 2 hours. If you see her for the first time, it is easy to imagine her as an originally and even still ballet trainer. Watching her absolving pull-ups one-handed, pushes me once more to my favorite question of the day. My stomach flutters, my heart grumbles – or vice versa.

And then it starts: warm up. This applies to the body, the muscles, and for the girls around. Janine shows exercises for the whole body. She explains why which movements and processes are meaningful, she explains what happens if not strictly observed, and she explains understandable, clear and always with a wink and her relaxed humor. For Janine its about all: respect for the body – to hear this, – to deal with prudent and wisely, and respect for their students. She has her eye on the participants here gives corrections to the attitudes that may have a negative effect. Everyone is invited to join in so far as each individual herself does so well. Whatfor it doesn´t need any invitation and everyone is doing: laughing and joking – about themselves and as a newcomer, it´s easy to feel comfortable here – even a movement dyslexic like me (I may anticipate in advance that at the end of the day there was none none. were injured – neither for me nor by me;)).

120 minutes.

IMG_5945Of course it is exhausting, of course, because of having to move muscles and body parts that – in my case -are a bit rusty. From time to time these muscles grumble also because I (with my office job) simply do little for them – to less of the things whatfor we people are made of. Of course I look at Janine, and to a couple of other girls ; I look back to myself and discover that my fingertips don´t reach my toes – and certainly a broomstick is in my back. And also I recognize  in some of the the other exercises I still have lot potential for (!). But I know one thing then: These 2 hours were a good start. At the end I feel good in my body. I feel which parts of my body I have neglected and at the same time, how much they are pleased to earn some attention. I think I also realize how a sore sneaks around the corner (in germany we say muscle-cat). However: The summit of the next day is only briefly and more peeps in kittens size, more of a soft meow. I realize how much my body, my muscles, my bones, my back would be pleased to be at least 1x a week stretched. But: my inner demon is much more worse and larger than the soreness. (And it can bark of, really loud …)

What will help: I’ll be back for the next workshop. I want to do something good for me. I want for a long future to be able to make all that I want. That’s why I like to be and want to stay fit without being an extreme athlete. And maybe it is possible to distribute with Janine’s help, dog and cat during the breaks between workshops. Who knows, maybe I’ll take it with the pole one day ;).

About the studio: Here I feel in any case being looked after well, very good, well advising trainer and super cute “fellow sufferers” (other participants). Good thing!
In terms of Pole Dance: After talking with the participants these lessons, those courses here are also highly recommended.

Extra-Workshops besides the Pole-Dancing-Classes can be found here:The Supergirl Studio Workshops (the schedule for the Pole-Dancing-Class you can find on the website, a little below)

And after the hours when I leave the studio, I look forward even more. The rain has almost stopped, and my hood hides so much of my eyes that I see only half of the rainy rest; to feel there´s a little more of it, but the way back to the station is – thank God – not far (and frankly, quite pretty – over bridges, set against the backdrop of the castle, blossoming trees).

Location The Supergirl Studio
where Brunngartenstr. 5, 85221 Dachau (S2 Altomünster; Station: Dachau Main Station.)
opening hours to be scheduled

price: € very fair for 2 hours Stretch- and Contorsions Workshop
Bonus: very well trained and upgraded formed trainer(s), great interpersonal climate for training, nice, well maintained studio.

Contact
fon +49 157 8 0659 167
Internet The Supergirl Website
Supergirl-Studio-Facebook

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