Elsewhere&Here – a poetic life

Poetry … in food … traveling … storytelling

Zwischen Retro und reduziertem Schick – Cruisin´ with Marcel

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Frankreich, Bordeaux, Gambetta/MARCEL    

Wie das Schaufenster ins Fahrrad geraten ist? Keine Ahnung. Warum? Auch nicht. Müsste es umgekehrt lauten? Vermutlich…. Aber: kann ja jeder. Jedenfalls hängt ein Fahrrad hinterradüber im Fenster. Und selbst eine knappe Woche später frage ich mich: Weshalb?

Marcel Bike
Marcel – das ist ein Café. Oder ein Restaurant. Oder beides. UND beides. Gestern hatte ich meine Jacke hauptsächlich dabei, um sie in der Tasche zu tragen, die Sonne flirtete mit dem Vorsommer, Sandalen wünschte ich mir an die Füße. Gestern war ich abends mit Freunden hier. Gestern haben wir einen Vorsommerabend an einem der Tische vor dem Café verlebt. Heute grüble ich, wie sinnvoll ein zusätzliches Paar Socken gewesen wäre.
Schon will meine Hand mein MacBook zu klappen, doch irgendwas hält mich einfach hier auf der Bank unter der Markise, neben dem Eingang des Cafés an meinem Tisch. Meine Finger umschließen die Tasse mit meinem Kaffee.

Regennasskalt nagt an mir, das Dampfwölkchen meines Cafe Latte stellt sich gegen die Aprilluft, und ich schlinge das Tuch enger um den Hals. Ein kurzes Frösteln und meine Finger finden zurück auf die Tastatur, beginnen im Takt der Musik und der Regentropfen zu tippen. Meine Blicke schweifen immer wieder vom Bildschirm ab, hüpfen zu den zerspringenden Pfützen, zum Torbogen mit den Rinnsalen aus Nass, zu tropfenden Regenschirmen – und zurück.

Ich linse ins Innere. Gemütlich. Und das Essen der Gäste, die dort Zuflucht suchen, sieht lecker aus. Die Holztische heißen Willkommen, wer sich in den Stühlen fallen lässt. Milde erinnern sie sich an die vielen Geschichten ihrer Gäste. Geschichten haben sicher auch die Fliesen des Bodens schon viele erlebt, Schritte gezählt, Füße gespürt. Mit Holz, ein wenig Metall, der reduzierten Deko, der aufgeräumten Heimeligkeit lädt das Marcel zum Bleiben ein. Auch außen.

Marcel
Geschützt, beschützt sitze ich hier den Regen beobachtend, während die Worte mit der Musik aus dem Hintergrund auf mein Blatt fließen. Menschen ziehen vorbei, Schritte schlendern oder hasten. Manche bleiben stehen, bleiben wie ich.
Als das Mädchen aus dem Café meine leere Tasse einsammelt, blubbern ein paar französische Fragmente aus meinem Mund – das Zwischenergebnis meines Sprachurlaubs –, und ich ernte mehr als ein Lächeln für meine Bemühungen und für die Bestellung des nächsten Kaffees. Mit ein paar Worten auf Englisch hilft sie mir. Nach meiner weiteren Frage nickt sie schmunzelnd. Natürlich ist die Bestellung auf Englisch – auch die Verständigung – kein Problem. Der Freundlichkeit jedenfalls tut dies keinen Abbruch. Meine Vermutung: sowohl für den Service, als auch für mich wäre es leichter. Doch: ich bin schließlich hier, um mein Französisch zu verbessern, und sie nimmt sich Zeit für meine stolperschreitenden Sprechversuche.

Ob allein, ob mit Freunden – hier bin ich gerne. Zwischen die vielen Einheimischen wagen sich auch die Wanderer, die Touristen, denn die Lage ist gut, und das Marcel hat seinen Charme als Café, als Restaurant, das seinen Gästen ein wohlmeinender Gastgeber ist, der gekonnt führt und tanzt – im Rhythmus von Nostalgie und Retro, von modern und schlicht, mit diesem Hauch von Verspieltheit, die es heimelig macht ob allein, oder mit Freunden.

guter Kaffee

Location              Marcel – Bistrot francais
wo                        4 Rue des ramparts, 33000 Bordeaux – France (Ligne B Gambetta)
Öffnungszeiten  Mo 8.00 – 15.00; Di – Sa 8.00 – 22.00
Preis €€
Bonus: heimeliger Ort mit gutem Essen und dem richtigen Händchen für die richtige Musik im Hintergrund!
Contact
fon +33 556 44 6385
Internet Website Marcel-Bistrot

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FRANCE – Bordeaux, Gambetta/Marcel – Bistrot francais

How the window has come into the bike? No Idea. Why? Neither. Should it be reversed? Probably …. But yes everyone can. In any case, a bicycle rear wheel depends on the window. And even almost a week later, I ask myself: Why?
Marcel – this is a café. Or a restaurant. Or both. AND both. Yesterday I carried my jacket with me mainly keep my bag filled, the sun was flirting with the early summer, sandals I wished on my feet. Yesterday I was here with friends. Yesterday we spent an early summer´s eve at one of the tables outside the café. Today I wonder how useful an extra pair of socks wouldve been.
Already my hands want to fold my MacBook, but something keeps me just here on this bench under the awning, next to the entrance of the cafe at my table. My fingers wrap around the cup with my coffee. Raincoldwetness gnaws at me, the clouds of my cafe latte steam oppose the April air, and I wrap the scarf tightly around my neck. A short shivering and my fingers find their way back to the keyboard to start typing with the beating raindrops. My eyes wander over and over again from the screen, jump to the shattering puddles, to the archway with rivulets from wet to dripping umbrellas – and back.

Marcel Wine
I lens inside. Comfortable. And the food of the guests, who seek refuge there, looks delicious. The wooden tables call Welcome, to whomever plopping down in the chairs. Mildly they remember the many stories of their guests. Also the tiles of the floor certainly experienced lot of steps, counted and felt feet. With wood, a little metal, the reduced deco, the tidyness the Marcel invites to stay. Even outside.
Sheltered I’m sitting here watching the rain, while the words flow with the background music on my sheet. People pass by, steps stroll or rush. Some stand still, remaining like me.
When the girl from the service collects my empty cup, a few French fragments bubble out of my mouth – the intermediate result of my language holidays – and I receive more than a smile for my efforts and for the ordering of the next coffee. With a few words in English she helps me. After my further question she nods with a smile. The understanding – of course – in English is no problem at least, event like making the order. My guess: for me and for her in any case it would be easier. However, I am finally here to improve my French, and she gives me the time to do my stumblespeaking tries.

Whether alone, whether with friends – here I like to be. Among the many locals also hikers, tourists find their place, for the location is at a prominent place. And Marcel has its charm as a café, a restaurant, who hosts his guests benevolent, who leads like dancing – by the rhythm of nostalgia and retro, from modern and simple, with this touch of playfulness that makes it homey.

Marcel Stairs

Location Marcel – Bistrot francais
where 4 Rue des ramparts, 33000 Bordeaux – France (Ligne B Gambetta)
opening hours Mo 8.00 – 15.00; Tue – Sat 8.00 – 22.00
price: €€
Bonus: cosy place with good food and a good taste about the right music!
Contact
fon +33 556 44 6385
Internet Website Marcel-Bistrot

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2 comments on “Zwischen Retro und reduziertem Schick – Cruisin´ with Marcel

  1. teapause
    24. April 2015

    Wow das Café sieht klasse aus, so geschmackvoll und gemütlich… Ich wundere mich wieviele Kunden das Fahrrad im Fenster bereits gewonnen hat… eine niedliche Idee! Ich hab dich übgrigens in meinem letzten Blogpost für den Liebster Blog award nominiert, weil deine Reiseberichte einfach so inspirierend sind. Liebe Grüße und ein tolels Wochenende Julia

    • Monika
      24. April 2015

      Hallo Julia,
      🙂 *freu* Dankeschön 🙂 Freu mich riesig über deine Komplimente zu meinem Post. Ich freu mich auch über die Nominierung. Ich hab bislang nur ganz am Rande zum “Liebster-Award” was mitgekriegt. Die Nominierung nehme ich sehr gerne an und freu mich auf deine Fragen 🙂
      liebe Grüße und dir ebenfalls ein ganz herrliches Wochenende 🙂

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