Elsewhere&Here – a poetic life

Poetry … in food … traveling … storytelling

Wenn ein Wimpernschlag Deine Existenz zerstört …. Tornado Affing

english version

… und wo noch Licht zu finden ist

Whäämmm. Gerade noch prasselten Regentropen gegen das Fenster an deinem Wohnzimmer, die Decke ziehst Du enger um Dich. Du kannst sehen, wie ein Blitz über den Horizont zuckt. 2, 3, 4 Donner vibriert. „Ganz schön nah“, denkst Du dir, und Deine Hand greift zur Fernbedienung, zum Lautstärkeregler. Doch diesmal, ist NICHTS wie sonst.

Ich kann mir nur versuchen vorzustellen, was geschehen ist. Ich kann mir nur in etwa vorstellen, wie sich das anfühlt, Alles zu verlieren, wo sich gerade alles noch wie immer angefühlt hat, und im nächsten Moment, das Schicksal – oder das Wetter – einem Alles aus den Händen reißt. Ich spüre den Schauer auf meiner Haut, jedes mal wenn eine Nachricht bei mir eingeht, und ich antworte: „Ja, bei uns, bei meinen Eltern ist alles gut. Wir haben wahnsinniges Glück gehabt in dem Unwetter.“ Und Glück ist es.

Oder riesiges Unglück, für die, die ein paar Meter weiter wohnen. Ich kenne die, deren Alltag von 100 auf 0 gecrasht ist. Ich bin dort schon durch die Straßen gelaufen, durch Seitenstraßen, gesäumt von Neubauten, gesäumt von Ziegelsteinen, Holzbalken, Fliesen aus denen Heime wurden, in denen Familien leben, eingerichtet mit Träumen und Hoffnungen, mit Schweiß und Mühsal, mit dem, worauf man verzichtet, um es dorthinein zu stecken und ein Dach über dem Kopf zu haben. Dort, wo ich immer gedacht habe: das Schlimme passiert weit weg, ganz woanders, ganz woanders gibt es Unwetter, die Existenzen vernichten.

Und jetzt: ist es passiert. Eine Sekunde. Die wütende Sekunde eines Unwetters war genug. Menschen, die ich kenne stehen inmitten von Chaos und Fassungslosigkeit. Zwischen ihren Fingern rinnt die Asche ihrer Existenz hindurch, wie sie es bisher kannten.

Ein Dach über dem Kopf haben Sie erst einmal in der Turnhalle in Affing gefunden – vielleicht auch einen Moment, um zur Ruhe zu kommen und zu begreifen, in welcher Dimension das Schicksal auf sie eingeprügelt und alles zerstört hat.

Wer kann, der hilft. Und dort, wo ich aufgewachsen bin, tun dies viele. Ist es genug? Ich kenne die Antwort nicht. Ich bin ein ganzes Stück weit weg und kann nur aus der Ferne mitfühlen, kann nur sagen: Gut fühlt sich an, aufgewachsen zu sein, umgeben von Menschen, die sehen, dass der Nächste Hilfe braucht, dann wenn er diese am Nötigsten braucht. Weil es JEDEN treffen kann. Weil es manchmal einfach nur mit Glück zu tun hat, dass man selbst verschont bleibt. Ein paar Meter, ein paar Sekunden, die Windrichtung, die sich ändert, und wer weiß, wen es das nächst Mal trifft.

Ich bin erleichtert zu wissen, dass meinen Lieben nichts geschehen ist. Erleichtert bin ich, dass ihr Hab, ihr Gut, ihr Haus, das zu Hause, in dem ich aufgewachsen bin, verschont blieb, denn meine Eltern sind nicht mehr so fit, wie sie vor 20 Jahren waren. Sie sind bei jenen, die helfen. Sie helfen denen, die wieder bei 0 stehen. Aber selbst wenn es 0 ist, bin ich froh, dass diesen Menschen, die ich auch kenne, nichts Schlimmeres geschehen ist.

Und ich denke, es gut um Eines – das Wichtigste. Es geht darum, zu wissen: Den Menschen selbst ist nichts geschehen, und es gibt Menschen, die bereit sind, zu helfen – ohne an eine Gegenleistung zu denken, Menschen, die Mut geben, dass sich der Neuanfang lohnt – gleichgültig wie schwer, gleichgültig wie schlimm das Schicksal zuschlägt – und wen es trifft. Ich hoffe, wir hören niemals damit das Licht zu sehen, hören niemals auf sehen zu wollen und anzunehmen, wenn wir am Boden liegen, und mit uns viele unserer Träume. Ich hoffe, wir hören niemals damit auf, Licht zu sein, für die, die im Dunkeln stehen!


.
 

… And where there is still light to find

Whäämmm. Just now rainy tropics pelt towards the window of your living room, the blanket you draw closer round your shoulders. You can see how a lightning jerks over the horizon. 2, 3, 4 thunder vibrates. “Pretty close,” you think and your hand reaches for the remote control, turning up the volume. But this time, nothing is ever like before.

I can just try to imagine what happened. I imagine just a splinter about how it feels to lose everything, from one moment everything just felt like always, and in the next moment, the fate – or the weather – everything tears apart. I feel it running over my skin every time a message comes in, and I answer: “Yes, with us, with my parents everything is well. We have had mad luck in the storm.” And luck it is.

Or huge misfortune for the inhabitants of the houses a few meters away. I know the persons are, whose life has crashed from 100 to 0. I used to walk already through the streets, through side streets lined with new buildings, lined with bricks, wooden beams, tiles which transformed into homes, where families live, furnished with dreams and hopes, with sweat and toil, with what is dispensed in order to put it in there and to have a roof over their heads.
I used to live at a place from which I’ve always thought: the worst happens far away, somewhere else, somewhere else there are storms that destroy livelihoods.

And now it has happened. Only one second it took. The second was enough for a furious storm. People that I know are in the midst of chaos and bewilderment. Between their fingers the ashes runs through of their existence, as they knew it before.

A roof over their head, they have found at the moment in the gym in Affing – perhaps a moment to calm down and to understand in which dimension the fate has beaten into and destroyed everything.

Who is able to, helps. And where I grew up, so many do. Is it enough? I don´t know the answer. I’m watching from a distance, can sympathize only from afar, can only say: Good feels to have grown up surrounded by people who see that the next needs help, then when he needs it the most. Because it can happen to anyone. Because sometimes only luck is the judge, which lets remain one even spared. A few meters away, a few seconds, the wind changes, and who knows who it hits the next time.

I´m relieved to know that my beloved are spared. Relieved, I´m to know, that their belongings, their house, where I grew up, is spared because my parents are no longer as they were 20 years ago. They are among those who help. They give help to those who are again at 0. But even if it’s 0, I am glad that to these people, whom I used to know,happened nothing worse.

And I think it’s good to One – the most important thing – to know that the people themselves, were spared, and that there are always people who are willing to help without thinking of anything in return, and to give courage that the new beginning is worthwhile – no matter how difficult, no matter how bad the fate strikes – and whom it hits. I hope, we never stop to see and want and to accept this, if we and everything is on ground see the light. I hope we never stop, to be light for those who are in the dark!

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This entry was posted on 14. May 2015 by in Allgemein and tagged , , , , , , , .
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