5 Dinge, die nie verschwinden.  What´s lasting …. holiday

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“Sensationelle Urlaube und schlechte Fotos. Irgendwann hat mich das so genervt”, hebt jemand am Tisch hinter mir an. Ich rolle mit den Schultern und kette meinen Blick an den Barkeeper vor mir, der den nächsten Cocktail mischt. Er schüttet das schäumende Elixier ins Glas und dreht sich ab. Das näselnde Hochdeutsch in meinem Rücken mündet in einer Lifestyle-Verkaufsrede. In mir glüht ein Gedanke; als Frage frisst er sich bis zu meinen Fingerspitzen. Sind es die Bilder deretwegen wir uns an die Urlaube erinnern?

NYC reflecting (windows)

? 

Wer sucht?
Wenn die Monate, die Jahre an Dir vorbeiziehen…
Suchst Du die Ordner, die Datei mit den Fotos auf dem Laufwerk, der externen Festplatte, den Negativen?

Erstellst Du aus hundert und aberhunderten von Fotos ein Album? 

Auf dem Lowboard gegenüber der Couch thront mein TV, darunter schlummern Alben vergangener Urlaube. Städtereisen. Erinnerungen aus den letzten 5 Jahren. Staub deckt sie zu.

Vergangenen November habe ich New York mit meiner kleinen Schwester erlebt (zum Thema “klein”: stehen wir nebeneinander, überragt sie mich … ein kleines bisschen). 5 Tage. Bilder sind es über 700, die auf meiner externen Festplatte gesichert sind und in der Photo-Mediathek auf meiner Speicherkarte. Ständig haben wir auf den Auslöser gedrückt, haben versucht, die besonderen Momente zu bannen. Hinterher zu hecheln, um das (Er-)Leben zu konservieren für später, für unsere Eltern, für die, die nicht dabei waren. Für sie drehen wir ein paar Wochen später die Zeit zurück, 5 Tage blühen in unseren Berichten wieder auf, sprühen Farbe, zappeln lachend von einer Story zur nächsten. Auf dem Bildschirm läuft die Dia-Show durch, mehr als einmal.

Zeit vergeht. Wochen. Monate.

Die Bilder habe ich schon lange nicht mehr durchgeblickt. Doch dann gibt es diesen Moment, und es dauert nicht lange. Schon leuchten sie auf. Nicht auf dem Bildschirm, nicht auf dem Display meines Handys. Ich blicke ins Gesicht meiner Schwester, entdecke eine Bewegung, höre einen Satz von ihr. Mein Lachen stöbert ihre Erinnerung auf, und mir fällt wieder ein, was an New York so besonders ist, welche Highlights diese Stadt so unvergesslich für uns machen. Was keine Kamera einfangen kann.

Museum of ... NYC

Das bleibt… 

℘ Eine Kostbarkeit. Vergänglichkeit legt den wahren Wert der Erinnerung bloß.

℘ Eine Gelegenheit. Stundenlange Gespräche lassen sich führen. Wer erinnert sich richtiger? Weißt du noch, wie das damals war?

℘ Empfehlungen. Orte, die man vergessen hat zu fotografieren und die es wert sind besucht zu werden, weil das Erleben dort so schön war.

℘ Schwelgen. Momente, die zu einer Einheit schweißen. Ein besonderes Gefühl mit jenen teilen, die dabei waren.

℘ Das schlechte Gewissen. Ständig mahnt es, die Fotos zu sortieren und zu einem Album zu gestalten.

+ ……… das unaufhaltsame Lachen, wenn man durch die guten und grauenhaften Schnappschüsse scrollt,
+ kribbelnde Freude über das Wiederentdecken, wenn man bei dem ein oder anderen Bild, sogar noch ein paar fast vergessene Momente entstaubt.

Fazit 

Möchte ich auf die Bilder verzichten?

Auf keinen Fall 🙂

Wenn ein Bild meine Sehnsucht weckt, wenn ich in Versuchung gerate, die Website aufzurufen – zum Buchen eines Fluges, eines Hotels, eines Tisches oder zum Studieren einer Speisekarte. Großartig, oder?

Ich freue mich, wenn mir eines dieser Fotos gelingt. Ich freue mich sehr über Lob dazu und bin für Tipps dankbar, für ein Foto, das anspricht. Aufgrund meines Blog achte ich mehr auf Bilder: ein Bild weckt schneller Neugier und Emotion. Tolle Bilder laden mich zum Lesen ein. Bilder, die mir nicht gefallen, die lieblos wirken, schrecken ab. Eine größere Anzahl an Bilder verbessert da auch nicht viel. Der Text bleibt dann meist ungelesen.
Ich ziehe meinen Hut vor jenen, die mit einem Shot eine Geschichte erzählen.

Tolle Beispiele sind hier:
Emmi386 – Bilder, die Feinheiten & Kleinigkeiten großartig zeigen ….
Roostblog – visuelles Storytelling
FriedeFreudeundEierkuchen – ein kulinarischer Blog zum Reinbeißen.

Und für mein Leben außerhalb des Blogs?
Wenn der Bass durch den ganzen Körper bebt, der Rhythmus des Schlagzeugs in den Füßen brennt und Stillstand einfach nicht mehr möglich ist …
Wenn der Bauch schmerzt vor lauter Lachen, wenn Tränen über die Wangen kullern ….
Wenn Essen dampfend vor einem steht und Messer und Gabel gar nicht mehr aus der Hand wollen und man gleichzeitig mit vollem Mund das Gespräch mit den Lieben weiterführen muss …

Musik reisst mit, Emotionen durchrauschen das ganze Sein, Gutes für Leib und Seele wird spürbar. Dieses Erleben brennt sich als Geschichte in den Erinnerungsspeicher in meinem Kopf, in meinem Herz. Ich ziehe die Kamera, verlasse ich das Erleben, verwandle ich mich zum Beobachter. Später auf den Bildern entdecke ich vielleicht, wie farbig die Momente waren.

Sag´s mir 

Was bleibt für Dich nach einem Urlaub oder nach einem tollen Erlebnis? Schreib mir Deine Meinung!

Die spannendste Antwort diskutiere ich gerne bei einem Latte Macchiatio.
Hier ELLA
oder hier AROMA KAFFEEBAR
oder gerne hier FERDINGS

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Here you are 🙂

5 things lasting

“Sensational vacations and the photos a mess. At some point this annoyed me THAT much.” Someone´s voice raises at the table behind me. The nasal timbre without accent floats into a lifestyle sales speech. In me a thought starts glowing; as a question he eats up to my fingertips. Is it the images why we remember our vacations?


resume

 

? 

Are you the one who´s looking for?
If the months, the years pass you by …
Looking for the folder, the file with the photos on the drive, the external hard drive, the negatives?

Are you the one creating an album from hundreds and hundreds of photos?

On the Lowboard opposite the couch my TV is perching, under it the albums of past vacations slumber. City Trips. Memories from the past 5 years. Dust covers them.

Last November, I experienced New York with my little sister (about “little”: we stand side by side, she overlooks me … a little). 5 Days. More than 700 images are there, secured on my external hard drive and in the photo library on my memory card. We were constantly pressing the shutter button, have tried to capture THIS special moments. Panting to preserve the Life, for our parents, for those who were not there. For them, a few weeks we later turn back the hands of time, 5 days again are blooming in our reports, spray painted, fidgeting, laughing on story to the next. On the screen, the slide show runs – more than once.

Time passes. Weeks. Months.

The pictures I haven´t even spent a splinter of my thoughts. But it takes not a long time, and it lights up. I look on my sister´s face, discover a movement, hear her words. My laughter browses on to her memory, and just one choice is left, thinking back on what is to New York so special. Which are the highlights making this city so memorable for us. A camera can´t capture.

NYC moments

the lasting things 

℘ preciousness. Transience lays bare the true value of memory.

℘ opportunity. Hours of talks are to be led. Who remembers correctly? Do you remember what it was like?

℘ recommendations. Places that you have forgotten to take pictures, places worth being visited – the experience was so unbelievable there.

℘ Revel. Moments that welding to form a unit. A special feeling with those parts that were there.

℘ The bad conscience. Constantly accompanies the reminder to sort the photos and make an album.

+ ……… The unstoppable laughter when you scroll through the good and gruesome snapshots,
+ Tingling joy of rediscovering, and at least in one or another image, even a few almost-forgotten moments are dusted off.

Resume 

Would I abstain from pictures?

No way 🙂

If an image arouses my desire and I´m getting tempted to visit it – to book a flight, a hotel, a table, or to study a menu. Great, right?

I´m happy when I manage one of these photos. I am very pleased a photo that appeals and I value to hear your tips for this. Because of my blog, I pay more attention to pictures: a picture evokes faster curiosity and emotion. Great pictures invite me to read. Images seeming taken carelessly and loveless, I don´t like and they even scare me off from reading a text. A greater number of images improved since not much. The text remains mostly unread.
Chapeau! to those who are able tell a story by a shot.

Great examples are here:
Emmi386 – images that show subtleties and trifles great ….
Roostblog – visual Storytelling
FriedeFreudeundEierkuchen – a culinary blog to bite into.

And for my life outside of the blog?
If the bass shakes through the entire body, the rhythm of the drums burns in the feet and standstill simply is no longer possible …
If the stomach hurts from laughing, when tears roll down the cheeks ….
If the steam of the food arises, knife and fork can´t be layed aside and at the same time with you feel the need to continue the talk with the loved ones – even with your mouth full of food …

Music takes you away, emotions rush through the whole being, good for body and soul can be felt. This experience is burning itself as history in the memory banks in my mind, in my heart. I pull the camera, I leave the experience, I turn to the observer. Later, maybe, I might discover on the picture how colorful the moments would have been.

Tell me! 

Write to me!
What is the lasting thing for you? Show your opinion!

The most interesting answer I will discuss in company of a Latte Macchiatio.
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or AROMA KAFFEEBAR
or also here FERDINGS

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2 Comments Add yours

  1. Fabian says:

    Was nach einem Erlebnis bleibt sind viele Emotionen…

    Vorfreude auf die nächste Veranstaltung, die man selbst organisiert
    Zufriedenheit, weil man den Besuchern ein tolles Erlebnis bieten konnte
    ein wenig Trauer, dass das tolle Konzert schon zu Ende ist

    Meine Fotos werden leider selten etwas, deshalb habe ich von meinem letzten Besuch der Gamescom im August 2013 nur wenige Bilder. Doch das Gruppenfoto – wir 6 Jungs, die wir uns nur zur Messe treffen, weil wir so verstreut in Deutschland leben – werde ich immer mit ganz vielen Erinnerungen verbinden. Dem Stress eine Unterkunft für alle zu finden, obwohl wir in einer Woche schon dort sein müssen, jeden Tag um 7.00 aufstehen, damit wir alle morgens duschen können und um 9.00 an der Messe sind, das Gedränge, die tollen Präsentationen der Entwickler, die Berühmtheiten der Gaming-Szene,.. Es war aufregend, anstrengend, stressig, manchmal schmerzhaft und auch teuer. Doch vor allem war es ein tolles Wiedersehen mit guten Freunden.

    1. Monika says:

      Hallo Fabian, das klingt klasse, vor allem klingt es danach, wie lebendig die Bilder wieder werden, wenn du dich daran erinnerst …. ganz ohne Foto dazu 🙂 und das ist doch das allerbeste 🙂
      Solche Erlebnisse wünsche ich dir jeden Tag mindestens 1! 🙂

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